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Euler Hermes Rating erhöht Rating der Gerresheimer AG auf ‚BBB-‚

Nach dem Abschluss der Desinvestitionsphase 2009 (Verkäufe des Consumer Healthcare Geschäftes und der Sparte Technische Kunststoffsysteme) sowie der konjunkturellen Erholung konnte Gerresheimer die Ertragskraft 2010 bei einem Umsatzanstieg um 5,6 % auf € 1,025 Mrd. (bereinigt um Desinvestitionen) deutlich steigern. Die Finanzkennzahlen haben sich 2010 – auch durch die nun wirkenden Kostensenkungsmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen – durchweg deutlich verbessert. Durch die Fokussierung auf die konjunkturstabilen Bereiche Pharma und Healthcare (Umsatzanteil 82 %) weist Gerresheimer eine hohe Stabilität von Umsatz und Cashflowgenerierung auf. Im März 2011 wurde mit Vedat ein brasilianischer Hersteller von pharmazeutischen Kunststoffverpackungen akquiriert (Umsatz 2010 rd. € 45 Mio.). Damit hat Gerresheimer den Ausbau des Pharmageschäftes in den Schwellenländern als einem Kernelement der Wachstumsstrategie fortgesetzt. In den ersten drei Quartalen 2011 stieg der Umsatz um 7,1 % auf € 806,3 Mio. Die Ertragskraft hat sich durch die Generalüberholung bzw. Revalidierung technischer Anlagen sowie einen höheren Umsatzanteil des margenschwächeren Werkzeuggeschäftes leicht abgeschwächt. In Verbindung mit einer akquisitionsbedingt erhöhten Finanzverschuldung schwächt sich die Kapitalstruktur 2011 leicht ab. Die Ertragskraft sowie die Kennzahlen zur Kapitalstruktur und Verschuldung beurteilen wir insgesamt als gut. Der guten Eigenkapitalausstattung stehen hohe immaterielle Vermögenswerte gegenüber, deren Werthaltigkeit von der künftigen Ertragsentwicklung abhängt. Die finanzielle Flexibilität betrachten wir nach erfolgreicher Refinanzierung bei Ausweitung der Kreditlinien als sehr gut.

> Zusammenfassung des Ratingberichts