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Euler Hermes Rating veröffentlicht weiterentwickelte Methodik für Emittentenratings

Die seit Mai 2016 gültige „Emittentenrating-Methodik“ ersetzt die Methodik aus dem Dezember 2014. Mit dieser Weiter-entwicklung wurde eine weitere Verbesserung der Transparenz für die Vorgehensweise der Ratingagentur bei der Erstellung von Emittentenratings geschaffen. Hiermit sind keine Veränderungen der Ratingkriterien, Gewichtungen oder Bewertungsmaßstäbe verbunden, sodass die Überarbeitung der Methodik nicht zu einer Veränderung der Herleitung von Ratings oder zu einer Veränderung von Ratingnotationen führt. Die überarbeitete Methodik wurde nach Kenntnisnahme durch die Methodische Überprüfungsstelle bei der ESMA eingereicht und auf der Homepage von Euler Hermes Rating veröffentlicht.

Die Verbesserung der Transparenz wird im Wesentlichen durch folgende Änderungen erreicht:

  • Im Rahmen der Bewertung des Geschäftsrisikos erfolgt die Analyse des spezifischen Marktrisikos und des strategischen Risikos künftig auf Basis einer definierten Grundstruktur, die konkretisiert wurde. Zielsetzung der überarbeiteten Grundstruktur ist eine stärkere Systematisierung der Analyse, die sich im Aufbau der Ratingberichte reflektiert. Die Analyse wird hierbei durch interne Bewertungsraster unterstützt, die zu einer verbesserten Transparenz der Bewertung führen.
  • Das spezifische Marktrisiko gliedert sich in die Bereiche Marktstruktur und Marktentwicklung. Bei der Bewertung der Marktstruktur werden die vorhandenen Rahmenbedingungen des Markt- und Wettbewerbsumfelds untersucht. Von wesentlicher Bedeutung sind hierbei die Zyklizität, die Profitabilität, die Markteintrittsbarrieren sowie die Substitutionsrisiken. Bei der Analyse der Marktentwicklung werden insbesondere die Entwicklungen analysiert, die eine vergleichsweise hohe Veränderungsdynamik aufweisen können. Hier werden insbesondere das Marktwachstum und die strukturellen Veränderungen untersucht.
  • Die beiden wesentlichen Analysebereiche im Rahmen des strategischen Risikos sind die strategische Ausrichtung sowie die Umsetzungsvoraussetzungen. Hierbei sind insbesondere die strategische Positionierung, die Diversifizie-rung sowie die strategischen Zielsetzungen von Bedeutung. Die Umsetzungsvoraussetzungen werden insbesondere im Hinblick auf die vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen beurteilt. Darüber hinaus wird hier die strukturelle Anpassungsfähigkeit bewertet.
  • Die Analyse der operationellen Risiken erfolgt auf der Basis einer definierten Grundstruktur, die ebenfalls konkretisiert wurde. Zielsetzung ist eine stärkere Systematisierung der Analyse. Die Analyse der operationellen Risiken wird durch interne Bewertungsraster unterstützt, die neben einer Sicherstellung der Analyse der potenziellen Risiken auch zu einer verbesserten Transparenz der Bewertung führen.

Die vollständige Methodik Emittentenrating ist auf unserer Homepage verfügbar.